In den meisten Projekten, die ich sehe, ist die Fläche sauber gezeichnet: Umriss, Höhen, Materialbezeichnung, Quadratmeter. Beschrieben ist damit die Oberfläche. Getragen wird sie aber von dem, was darunter liegt, und dafür gibt es in der Ausschreibung oft nur eine Zeile mit einer Mengenangabe.
Genau in dieser Zeile entstehen später die Kosten. Eine Fläche, die sich setzt, wird nicht nachgebessert, sie wird aufgenommen, der Unterbau wird korrigiert und die Steine werden neu gesetzt. Das ist ein Vielfaches dessen, was die richtige Entscheidung vorher gekostet hätte, und es passiert im laufenden Betrieb, auf einer Einfahrt, die inzwischen benutzt wird.
Ich lese den Plan und die Ausschreibung mit den Augen dessen, der die Fläche später beurteilen müsste. Fünf Entscheidungen fallen dabei immer, ob man sie trifft oder ob sie nebenbei getroffen werden:
Die Randeinfassung ist kein Zierstreifen. Sie hält die Fläche zusammen, und sie ist die erste Stelle, an der eine falsche Entscheidung sichtbar wird.