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Mst. Ing. Mario J. Tomasek Pflasterermeister
Mario Tomasek kniet in einer Schulungshalle an einer Pflasterfläche und zeigt einer Gruppe von Teilnehmern, wie ein Stein gesetzt wird

Skills Trainings & Pavingexpert

Pflasterbau-Seminare für Betriebe, Bauhöfe und Berufsschulen

Geschult wird dort, wo der Fehler entsteht: an der Fläche, mit Werkzeug in der Hand, an der eigenen Arbeit.

Wieder nur Folien?

Der häufigste Einwand, und der berechtigtste. Ein Vortrag über Verdichtung hat noch keine Fläche gerettet.

Eine Gruppe von Seminarteilnehmern setzt im Freien gemeinsam eine Trockensteinmauer, ein Teilnehmer legt einen Bruchsteinquader entlang einer gespannten Schnur ein

Übung im Freien: Die Lage wird entlang der gespannten Schnur aufgesetzt, jeder Stein einzeln ausgesucht und angepasst.

In meinen Seminaren wird gearbeitet. Es liegt eine Fläche bereit, es liegen Steine bereit, es gibt Werkzeug und Maschinen, und jeder Teilnehmer setzt selbst: Planum prüfen, Bettung abziehen, Schnur spannen, Steine setzen, Fugen schließen, verdichten. Danach wird angesehen, was jeder Einzelne gebaut hat, und zwar bevor jemand sagt, wie es richtig gewesen wäre.

Das ist der eigentliche Punkt. Wer die eigene Fuge misst und selbst sieht, dass sie zwei Millimeter zu breit läuft, braucht keine Belehrung mehr. Ein Bild an der Wand mit einer falschen Fuge betrifft immer jemand anderen; die eigene Fuge betrifft einen selbst.

Theorie kommt vor, aber sie kommt an der Stelle, an der sie gebraucht wird: wenn die Bettung schon abgezogen ist und die Frage aufkommt, warum es genau diese Körnung sein soll. Regelwerk und Handgriff hängen dann zusammen, statt in zwei Blöcken nebeneinanderzustehen.

Draußen wird ebenso gearbeitet. Wo ein Betrieb eine geeignete Fläche hat, findet die Übung dort statt, bei dem Wetter, das an dem Tag eben herrscht. Das ist kein Nachteil, sondern die realistischere Situation.

Bei uns macht das jeder seit Jahren so.

69 % der Betriebe im Bauwesen bilden ihre Mitarbeiter weiter. Das ist der niedrigste Wert aller erhobenen Branchen.

Statistik Austria, Erhebung über die betriebliche Weiterbildung 2020, veröffentlicht 2023.

Diese Zahl ist kein Vorwurf an die Branche. Sie beschreibt eine Arbeitsweise, in der Wissen von Hand zu Hand weitergegeben wird: Der Lehrling schaut dem Vorarbeiter zu, und der hat es selbst so gelernt. Das funktioniert erstaunlich gut, solange sich nichts ändert.

Geändert haben sich in den letzten Jahren die Steinformate, die Belastungen, die Fugenmaterialien und die Regelwerke, nach denen im Streitfall beurteilt wird. Eine Arbeitsweise, die vor zwanzig Jahren richtig war, kann heute die Fläche kosten, und sie fällt niemandem auf, weil sie sich vertraut anfühlt.

Dazu kommt der Zeitversatz, der diesen Beruf so unversöhnlich macht: Ein Fehler im Aufbau zeigt sich nicht bei der Übergabe, sondern nach dem ersten oder zweiten Winter. Die Partie, die ihn verursacht hat, ist längst auf der nächsten Baustelle und lernt nichts daraus. Ein Seminar holt diese Rückmeldung an einem Tag ein, statt sie zwei Jahre später an einer fremden Fläche stattfinden zu lassen.

Routine ist ein gutes Gedächtnis für Handgriffe und ein schlechtes für Regeln, die sich geändert haben.

Passt das auch für einen Bauhof oder eine Berufsschule?

Der Inhalt ist derselbe, die Beispiele sind es nicht. Drei Zusammensetzungen, drei Zuschnitte.

Wo die aktuellen Seminare stehen

Themen, Termine und Anmeldung laufen nicht über diese Seite. Alle Seminare und Ausbildungen, die derzeit stattfinden, stehen auf pflastermeister.com — mit dem, was dort tatsächlich angeboten wird, und nicht mit dem, was einmal angeboten wurde.